Kinder- und Jugendparlament, Familienrat, Stadtentwicklung und Sozialpolitik: Julia Hott will Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungen mit einfließen lassen

Gelnhausens Bürgermeisterkandidatin Julia Hott möchte die zahlreichen zivilgesellschaftlichen, ehrenamtlich aktiven Vereine, Organisationen und Initiativen in der Barbarossastadt stärken und ihre Kompetenzen als Experten vor Ort in städtische Entscheidungen mit einfließen lassen. „Sie sind die Experten hier vor Ort, die Fachleute, deren Wissen und Erfahrungen uns allen zugutekommen. Es ist töricht diese Kompetenzen nicht zu nutzen, so wie es in Gelnhausen in den letzten Jahren leider der Fall war“, sagte Julia Hott am Freitag anlässlich des Aktionstages zahlreicher Vereine und Organisationen in Gelnhausen zum weltweiten Klimaschutztag. Dabei setzten People for Future, der BUND, der Weltladen, Fridays for Future, Pax Christi, Hand aufs Herz e.V., die Gelnhäuser Tafel und viele andere mehr ein eindrucksvolles Zeichen für Nachhaltigkeit und Demokratie.

„Die Gelnhäuser Zivilgesellschaft ist das Fundament, auf dem meine Politik für unsere Heimatstadt aufbauen wird. Vereine und Initiativen werde ich deshalb in alle Prozesse mit einbinden, indem sie auch beispielsweise in Projektentwicklung und -controlling eingebunden werden. Wir brauchen echte Beteiligung, statt den hundertsten runden Tisch, der nach einem Treffen nie mehr Gehör findet“, sagte die Diplom-Finanzwirtin, die sich selbst seit vielen Jahren zivilgesellschaftlich in Gelnhausen engagiert. Mit der von ihr mitgegründeten Initiative „Save Lorbass“ rettete sie den Gelnhäuser Kult-Club, mit der Freibad-Initiative setzte sie sich während der Corona-Pandemie erfolgreich für eine zeitnahe Öffnung der hessischen Freibäder ein. Sie zählt zu den maßgeblichen Initiatoren von People for Future Gelnhausen und Hand aufs Herz e.V., engagiert sich im Elternbeirat, im Schwimmverein und zahlreichen anderen Vereinen.

Für die Diplom-Finanzwirtin und Oberamtsrätin in der Hessischen Finanz- und Steuerverwaltung zählt in diesem Zusammenhang auch die Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen zu den wichtigen Maßnahmen, um Gelnhausen generationsübergreifend unter Beteiligung der Bürgerschaft endlich wieder voran zu bringen. Deshalb möchte sie schnellstmöglich ein Kinder- und Jugendparlament in Gelnhausen etablieren. „Ich selbst war jahrelang ehrenamtliche Jugendvertreterin und weiß sehr genau, dass die Sicht junger Menschen oft erheblich von der der Erwachsenen abweicht und junge Leute Ideen in die Diskussionen mit einbringen, auf die die Erwachsenen von sich aus nie gekommen wären. Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft und deswegen müssen sie in unserer Heimatstadt endlich auch Gehör finden“, betonte Julia Hott. Ebenso rasch werde sie einen in der städtischen Geschäftsordnung fest verankerten Familienrat etablieren, der bei allen familienpolitischen Fragestellungen einbezogen wird und in den städtischen Gremien Rederecht hat.

Bedauerlicherweise, so die Bürgermeisterkandidatin weiter, seien in den letzten fünfeinhalb Jahren zahlreiche Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung liegen geblieben. Sie betonte: „Besonders empörend finde ich, dass gerade die Beschlüsse zu den genannten umwelt- aber auch zu den sozialpolitischen Maßnahmen auf der Strecke geblieben sind. Deswegen werde ich mir im Falle meiner Wahl zunächst einen Gesamtüberblick verschaffen, um dann gemeinsam mit der Verwaltung einen strukturierten und verlässlichen Abarbeitungsplan zu entwerfen, der meiner Meinung nach insbesondere auf Nachhaltigkeitsmerkmalen basieren muss.“ Gemeinsam mit den Mitarbeitenden im Rathaus und den jeweils interessierten Gruppen würden dann die konkreten Anforderungen und Aufgaben definiert und zur Erledigung in die jeweiligen Abteilungen gegeben. Für alle Maßnahmen werde sie ein Projektcontrolling ähnlich einem Aufsichtsrat einrichten, welches aus Bürgerinnen und Bürgern sowie Verwaltungsfachleuten besteht und das die zeitgerechte Erledigung überwacht. „Allen Bürgerinnen und Bürger der Stadt werde ich durch die Einrichtung einer öffentlich zugänglichen Projektseite ermöglichen die Fortschritte transparent in Echtzeit verfolgen zu können“, sicherte Julia Hott zu und betonte: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit sinnvollen Strukturen und fairer Bürgerbeteiligung endlich was bewegen können“.

Ihr gesamtes ehrenamtliches und politisches Engagement – und nicht zuletzt auch ihre Entscheidung als Bürgermeisterin für Gelnhausen zu kandidieren – fuße auf ihrer Grundüberzeugung, dass die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam vieles gestalten und bewegen könnten. „Voraussetzung ist jedoch, dass die Menschen mitgenommen werden und ihnen die Informationen rechtzeitig und vollständig zur Verfügung gestellt werden. Ich möchte deshalb alle Interessierten in sämtliche unsere Stadt betreffende Prozesse und Entscheidungen einbeziehen“, versprach Julia Hott und betonte abschließend: „Mein Ziel ist es, den Stillstand zu beenden und unser Gelnhausen endlich wieder mit Herz und Verstand nach vorne zu bringen. Das gilt für Umweltziele und Vorhaben in der Stadtentwicklung genauso wie für alle anderen Projekte auch.“

Artikel teilen in…

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.Required fields are marked *